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#1

Falsche Vorverurteilungen

in Heilbronn 12.11.2009 11:35
von AD • 20 Beiträge

Unter dem Titel "Jetzt ist der Rechtsstaat Schweinles Freund" schreibt am 12.11.09 die Heilbronner Stimme über den "Fall Schweinle" jetzt u.a. :

...
Groll hegt der 48-Jährige nicht mehr, weder gegen die Justiz, noch gegen die Heilbronner Stimme, die damals im „Fall chweinle“ mittendrin war und nicht immer ein positives Bild des impulsiven Mannes gezeichnet hat. Schweinle wehrte sich damals auf ungewöhnliche Weise und ließ seine Sicht der Dinge über die „Heilbronner Gegenstimme“ verbreiten. „Wir waren in unserer Ehre verletzt. Wir haben uns falsch dargestellt gefühlt“, sagt Sigrid Schweinle heute.
...

http://www.stimme.de/heilbronn/nachricht...rt16305,1689290


Dieser Vorgang zeigt überdeutlich, welche Folgen falsche Vorverurteilungen für die Betreffenden nach sich ziehen können.
Der modern gewordene Drang vieler sich als als besonders investigatorische Experten wähnender Zeitgenossen und deren wahrem Können entsprechend schlechten Recherchen bringen dann nichts als ideologisch gefärbte Schnellschüsse hervor, die Emotionen wecken (sollen) und den Betreffenden nachhaltig zum Schaden gereichen (sollen).
Man weiß, daß immer "etwas hängen" bleibt, auch wenn sich hinterher alles als falsch herausstellt.
Zum Fall Schweinle hatte ich seinerzeit mehrere Anfragen im Landtag eingebracht, deren Beantwortung schon sehr zum Nachdenken hätte anregen müssen - aber solches war ja den Investigatoren nicht opportun.
Bekanntlich gilt auch jeder Beschuldigte solange als unschuldig, bis er verurteilt wird.
Trotzdem kommt man mit Vorverurteilungen häufig schnell zur Sache, wie nun wieder unter voller Namensnennung im Friedrichshaller Nabu-Fall. http://www.stimme.de/heilbronn/nachricht...rt16305,1687867
Niemand weiß außer den aufgestellten Behauptungen etwas Konkretes oder gar die Wahrheit, aber im Falle von falschen Verdächtigungen ist der Rufmord nach dem schon erwähnten Beispiel "etwas wird schon hängen bleiben" vorprogrammiert.



zuletzt bearbeitet 12.11.2009 11:44 | nach oben springen

#2

RE: Falsche Vorverurteilungen

in Heilbronn 12.11.2009 13:27
von Petermann • 4 Beiträge

Sehe ich ganz genauso. Kann mich noch gut an den Fall mit der Gegenstimme, dann Heilbronner Nachrichten oder so ähnlich erinnern. So harmlos war die Hetzjagd nicht.

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#3

RE: Falsche Vorverurteilungen

in Heilbronn 12.11.2009 13:57
von Radiomann • 1 Beitrag

Da hat damals die HSt ganz schön die "Schlacht " mit beeinflußt, einmal mehr, das ABO damals zu kündigen. Übrigens, ... fast alle Gegenstimmen , die herauskamen sind bei mir fast alle noch vorhanden.
Mit freundlichen Grüßen
K.M.

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#4

RE: Falsche Vorverurteilungen

in Heilbronn 12.11.2009 14:14
von Waltraut • 1 Beitrag

In Antwort auf:
Da hat damals die HSt ganz schön die "Schlacht " mit beeinflußt


Ich erinnere mich auch noch und denke dass der artikel nicht nur kleinlaut, sondern in dieser Form auch geheuchelt ist. Mich interessiert nun wer bei Väterchen Staat jetzt für den Schaden haftet. Etwa wir alle und die Täter in den Amtsstuben kommen ungeschoren davon?


zuletzt bearbeitet 12.11.2009 16:23 | nach oben springen

#5

RE: Falsche Vorverurteilungen

in Heilbronn 12.11.2009 16:57
von Wollke • 13 Beiträge

Die "Gegenstimme" war damals eine Sensation. Das Lied "Was in der Zeitung stand..." kommt mir heute in den Sinn. Genauso einfach macht man sich das alles. Hauptsache ist doch, man kann die eigene Sensationsgier befriedigen, koste es, was es wolle und egal, was alles auf der Strecke bleibt.

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#6

RE: Falsche Vorverurteilungen

in Heilbronn 13.11.2009 13:39
von Gast • 14 Beiträge

Zum "Fall Schweinle":

Dazu gab es einen Beitrag im Bayr. Fernsehen. Ein Skandal, der sehr "soft" dargestellt worden ist. Die besondere Schwere des Falles wurde nicht deutlich. Es wird ein Unternehmen zerstört, eine Familie unglaublich belastet - ausgebucht. Menschenwürde etc. ade! Wenn Deutschland so mit seinen Unternehmen umgeht, dann kann man nur jeden warnen, in Deutschland als Unternehmer tätig zu sein. Ein weiterer Gesichtspunkt ist der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit. Der ist hier wohl auch nicht beachtet worden. Mir fehlt auch die Umsetzung der Unschuldsvermutung. Offenbar wird dem Deutschen Unternehmer eine erhebliche kriminelle Energie unterstellt - genau diese Unterstellung ist jedoch rechtsstaatlich unzulässig. Soziale Marktwirtschaft verlangt auch, daß der Staat sich nicht als „Rambo“ aufspielt, sondern sich der Sozialstaatstheorie stellt. Auffallend ist, daß der Fall Schweinle kein Einzelfall ist. Ederer hat in seinem Film, „Das Märchen vom gerechten Staat“ weitere skandalöse Fälle aufgezeigt. Auch dort wurde „so soft wie möglich“ berichtet.

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#7

RE: Falsche Vorverurteilungen

in Heilbronn 14.11.2009 12:30
von Ulli • 11 Beiträge

Die Verwurstelung in der Presse solcher Vorgänge können wir täglich überall lesen. Das ist symptomatisch mit dem Sensationsdrang zu bewerten, die den Presseleuten zu eigen ist. Je schlechter die Meldung, um so größer ist der Erwartungshorizont.

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#8

RE: Falsche Vorverurteilungen

in Heilbronn 20.11.2009 13:11
von Gast • 14 Beiträge

Für alle, die den Fall verfolgen, aber PlusMinus nicht gesehen haben, hier zwei Verweise :

http://mediathek.daserste.de/daserste/se...Id=&goto=1&show=

und

http://www.daserste.de/plusminus/beitrag...jtagrd5e~cm.asp

[gs]

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